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Kein Vergleich
Donnerstag, den 23. September 2010 um 14:04 Uhr

Der Deutsche an sich vergleicht ja eigentlich recht gerne: Ob Benzinpreis, Supermarktangebote oder Handygebühren – möglichst günstig soll es sein, und dafür nimmt man auch mal einen kleinen Umweg in Kauf. Umso erstaunlicher, dass bei Finanzleistungen wie Girokonto, Tagesgeld oder Kredit oft nicht richtig hingeguckt und verglichen wird. Laut einer Umfrage der Forsa informiert sich nur jeder zehnte deutsche Verbraucher regelmäßig über die aktuellen Konditionen seiner und im Vergleich dazu anderer Finanzprodukte.

Einfaches Beispiel: Bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos wählt der Verbraucher das zu diesem Zeitpunkt günstigste, das heißt das mit den besten Zinsen aus. So weit, so schlau. Nur was, wenn die Zinsen bei dem gewählten Tagesgeldkonto über kurz oder lang wieder fallen und gleichzeitig bei einem anderen vielleicht beachtlich steigen? Dann bleibt Otto Normalverbraucher sehr oft, wo er ist, statt zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Dabei kann sich der vergleichsweise geringe Aufwand eines Wechsels wirklich lohnen.

Bei einem Kredit ist es noch wichtiger, vor Abschluss eines Vertrages auf gute Konditionen zu achten, die Angebote gründlich zu vergleichen. Denn von einem Kredit zum anderen wechselt man nicht mal so eben. Egal, ob einfacher Ratenkredit, Autokredit, Sofortkredit oder Kredit ohne Schufa – auf die richtige Wahl kommt es an. Und die trifft man nur, wenn man sich Zeit nimmt, sich informiert, Angebote einholt und sich das jeweils beste Produkt heraussucht.

Nimmt man beispielsweise einen Kredit über 5000 Euro auf, so ist eins klar: Man bekommt 5000 Euro – egal, ob über einen Ratenkredit, einen Sofortkredit oder einen Kredit ohne Schufa. Aber: Die Konditionen können sehr unterschiedlich ausfallen – und hat man erst einmal einen Kreditvertrag unterschrieben, zahlt man regelmäßig und über einen längeren Zeitraum entweder mehr oder – bei der richtigen Wahl – weniger Zinsen. Tankt man an der erstbesten Tankstelle und stellt an der nächsten fest, dass das Benzin dort fünf Cent pro Liter billiger ist, ist das ärgerlich genug, aber eine einmalige Sache – schließt man dagegen einen ungünstigen Kreditvertrag ab, zahlt man Monat für Monat für seine falsche Entscheidung. Kein Vergleich kann man da nur sagen. Also: Augen auf und Finanzprodukte immer schön vergleichen!

 

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